Seit einiger Zeit kursiert ein anonymes Schreiben (s.u.) mit Aussagen zum Teich am Mittelweg und einer pauschalen Verunglimpfung unseres Vereinsvorstandes. Ehrenamtlich tätige Vereinsmitglieder, die das Vereinsleben gut kennen, sind über die geäußerten Darstellungen und Vorwürfe irritiert. Andere Vereinsmitglieder nehmen den Inhalt womöglich für bare Münze.

Als jemand, der sich dem Wohl unseres Vereins verbunden fühlt und die Geschehnisse am Rande verfolgt, möchte ich zur Versachlichung der Diskussion beitragen und einige Punkte richtigstellen.

Eine Kurzzusammenfassung vorab:
Die Aussagen in dem Schreiben entbehren jeder Grundlage und sind als Versuch zu werten, die Arbeit des derzeitigen Vorstands zu diskreditieren. Es ist schon bezeichnend, dass die Verfasser:innen sich in der Anonymität verstecken.

Nun meine Kommentare zu den Aussagen [in roter Schrift]:

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Bremen, 25.06.2026

Sehr geehrter Werder-Vorstand,

Gratulation, ihr habt den Verein innerhalb von 3 Jahren durch Ignoranz und Geschwätz heruntergefahren. [Reine Polemik, ist keines Kommentars wert.]

Ungepflegte Gärten, durch Heckenwuchs verengte Wege: Verkehrssicherungspflicht noch nie gehört [In der Website und in Aushängen wird regelmäßig auf den Heckenschnitt hingewiesen. Pächter:innen, die dem nicht nachkommen oder ihre Gärten verkommen lassen, werden individuell angeschrieben. Über die Art und Weise, wie ein ›gepflegter‹ Garten auszusehen hat, gibt es sicherlich unterschiedliche Ansichten und es muss auch toleriert werden, wenn fremde Gärten nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen.]

Viel Getöse um nichts [reine Polemik], wie unnötige Schilder an den Schranken [Es gab mehrfach Beschwerden (auch anonyme!) über zu schnell fahrende Autos und Pkw-Verkehr während der Mittagsruhe. Da es nicht Aufgabe des Vorstands ist, eine lückenlose Verkehrsüberwachung zu gewährleisten, und der Passus zum Pkw-Verkehr im Wegweiser scheinbar nicht ausreicht, wurden an den Schranken entsprechende Schilder angebracht. So kann sich niemand herausreden, er/sie habe die Regeln nicht gekannt. Als ich meinen Garten vor etwa 30 Jahren gepachtet habe, gab es überall ähnliche Schilder. Die sind im Laufe der Zeit abhanden gekommen und wurden vom früheren Vorstand nicht ersetzt.] in feuerfeste Schränke für Aktenkopien, [Akten mit persönlichen Daten sowie unwiederbringliche Bauunterlagen müssen aus Datenschutzgründen sicher verwahrt werden. Aus Gründen der Sorgfaltspflicht sollten sie auch gegen Feuer gesichert sein. Ich möchte daran erinnern, dass in den letzten beiden Jahren drei Gartenlauben abgebrannt sind.] dank Vorstand wurde der Bewohnerin das Licht durch swb im Weg demontiert. Anträge: abends keine Lichtquellen im Garten wegen der Insekten, Drohnenflugverbot, [Der Vorstand hat nicht – wie hier suggeriert wird – eigenmächtig gehandelt, sondern Beschlüsse der Jahreshauptversammlung, dem höchsten Beschlussorgan unseres Vereins, umgesetzt.] überflüssige Beitragserhöhungen, das Vorstandsentgelt kräftig erhöht etc. [Auch diese Erhöhungen erfolgten nicht eigenmächtig, sondern nach ausgiebiger Diskussion und Beschluss in einer Jahreshauptversammlung. Es wurden nicht, wie behauptet, die Vereinsbeiträge erhöht, sondern nur der nicht kostendeckende Betrag für Partnerverträge sowie der Betrag für die Nichtteilnahme am Gemeinschaftsdienst, um die Motivation zur Teilnahme zu verstärken. Zur Erhöhung des Vorstandsentgelts gab es zwei Vorschläge mit unterschiedlicher Entgeltsteigerung. Die große Mehrheit hielt den höheren Betrag für angemessen und stimmte entsprechend ab. Es wurde berichtet, dass früher neben dem Vorstandsentgelt zusätzliche Entgelte für Tätigkeiten, die man den üblichen Vorstandsaufgaben zurechnen konnte, ausgezahlt wurden. Diese Praxis hat der neue Vorstand abgeschafft. Die Vorstandstätigkeiten werden nunmehr ausschließlich mit den pauschalen Vorstandsentgelten vergütet. Zur korrekten Einordnung der Beträge: Es geht hier um eine Ehrenamtspauschale von 70 Euro pro Monat und nicht um Vorstandsgehälter, wie sie in Konzernen gezahlt werden.]

Das sind alles wichtige Dinge im Vereinsleben!! [Diese ›wichtigen Dinge‹ sind allesamt Polemik, die auf eine verkürzte und somit irreführende und zum Teil unwahre Darstellung beruhen.]

Bis vor 3 Jahren hatten wir ein schönes, grünes Ruheplätzchen am Mittelweg, das auch von Spaziergängern besucht wurde. Teich mit Fischen, Libellen, Schmetterlingen und weiteren Tierchen, die sich bei uns wohlfühlten. [Die Fische, falls es welche gegeben hat, haben sich längst die Reiher oder die streunenden Katzen aus dem ›Katzengarten‹ geholt, gegen den der frühere Vorstand nichts unternommen hat. Andere Tiere sind dort weiterhin vorzufinden.]

Nun wurde das Biotop trockengelegt, die Pflege durch die Gemeinschaftsarbeit eingestellt, [Wie in der letzten Jahreshauptversammlung ausgiebig besprochen wurde, wurde die Wasserzufuhr eingestellt, da es nicht sinnvoll ist, einen Teich täglich mit mehreren tausend Litern Grundwasser zu befüllen – und das bei sinkendem Grundwasserstand auf dem Stadtwerder. Stattdessen sollte der Teich sich als Biotop überlassen werden. Die Vereinsmitglieder wurden gebeten, sich der Teich-AG anzuschließen, dort über die zukünftige Gestaltung des Teiches nachzudenken und Vorschläge zu erarbeiten.] die Teichfolie bewusst an diversen Stellen mit einem Messer eingeschnitten. Das waren keine „bösen Buben“, das wurde bewusst gemacht. Von Anfang an, war der Vorstand gegen den Teich … [Hier wird ohne jeglichen Nachweis suggeriert, der Vorstand hätte die Teichfolie eingeschnitten. Dem Teich wurden seit Jahren – wenn nicht Jahrzehnten – erhebliche Mengen an Grundwasser zugeführt. Dass er nun zu einem großen Teil so rasch trockengefallen ist, überrascht – und zeigt zugleich, dass der Teich in seiner Grundanlage als ›Biotop‹ seit langer Zeit nicht mehr funtioniert.]

Den Vorstands-Anhängern wurde berichtet, [Der Bericht erfolgte nicht vor – polemisch benannten – ›Vorstands-Anhängern‹, sondern in der letzten Jahreshauptversammlung, zu der sämtliche Vereinsmitglieder eingeladen waren. Die Verfasser:innen des anonymen Schreibens hätten an der Versammlung teilnehmen und dort ihre Position vertreten können.] dass die Instandhaltung des Teiches der Vereinskasse ca. 1.000 € im Jahr kosten würde. Lüge, das Wasser ist kostenloses Grundwasser, die Pumpe war vorhanden, somit lediglich überschaubare Stromkosten für die Pumpe. Die Grünpflege erfolgte über die Gemeinschaftsarbeit. [In der Jahreshauptversammlung wurde berichtet, dass neben der Gemeinschaftsdienst-Grünpflege weitere Personen mit der Teichpflege befasst waren – und zwar gegen Entgelt und das seit vielen Jahren.] Bei mehr als 500 Mitgliedern gibt es sicherlich wieder jemanden, der die Beaufsichtigung übernimmt, wenn man ihn nicht bevormundet. Die Jahre davor ging es auch. [Es wurde eine ›AG Teich‹ gegründet. In der Jahreshauptversammlung wurde nicht mitgeteilt, dass die Mitglieder bevormundet werden sollen. Das ist eine völlig abwegige Behauptung und wurde in der Versammlung von niemandem geäußert oder hinterfragt.]

Korrekt, dass vor ca. 15 Jahren ein Kind in den Teich rutschte, das Entengrütze als Rasen ansah. Hier waren jedoch die Eltern „abgelenkt“ und hatten ihr Kind toben lassen und nicht im Auge. Weser/Werdersee wird man auch nicht einzäunen. [Das Thema ›Sicherheit an einem Teich neben einem Spielplatz‹ wurde in einer früheren Jahreshauptversammlung diskutiert. Der jetzige Vorstand hat daraufhin den maroden Zaun erneuern und ergänzen lassen. Somit ist jetzt alles in Ordnung, das Thema stellt sich zur Zeit nicht.]

Kein Wasser im Teich bedeutet, dass mittlerweile alle Fische tot sind samt der Insekten und Kleinstlebewesen. [Durch den abgesunkenen Wasserstand sind keine Fische gestorben – die gibt es schon seit langer Zeit nicht mehr (s.o.). Insekten und Kleinstlebewesen gibt es nach wie vor. Diese fühlen sich übrigens wohler, wenn ihre Eier und Larven nicht von Fischen gefressen werden.]

Ihr handelt eigenmächtig und auf eigene Faust, ohne die Mitglieder mitzunehmen. [Der jetzige Vorstand setzt – wie oben beschrieben – Beschlüsse der Jahreshauptversammlung um. Jedes Vereinsmitglied hat die Möglichkeit, Themen in die Tagesordnung der Jahreshauptversammlung aufnehmen zu lassen. Die jeweilige Tagesordnung wird frühzeitig bekanntgegeben. Jedes Vereinsmitglied ist zu den Jahreshauptversammlungen eingeladen, kann sich dort äußern und seine/ihre Stimme abgeben. Der Vorstand bietet mehrmals im Jahr Sprechzeiten an, in der jedes Vereinsmitglied Anliegen diskutieren, Vorschläge machen und auch Kritik üben kann. Der Vorstand hat Arbeitsgemeinschaften eingerichtet, in denen jede/r mitarbeiten kann. In der Homepage steht ausdrücklich, dass Vereinsmitglieder Ideen für weitere AGs einbringen können. Es gibt also ein breites Angebot an Beteiligungs- und auch Entscheidungsmöglichkeiten.]

Abgesehen davon, dass es sich um Öffentliches Grün handelt. Das Biotop ist mit Steuergeldern im Zusammenhang mit dem Parkplatz durch heute UBB angelegt worden. Somit wurde fremdes Eigentum bewusst beschädigt und ist strafbar. [Ob die Beschädigung der Teichfolie strafbar ist oder nicht, würde im Zweifelsfall die Justiz entscheiden. Hier wird wieder ohne Beleg suggeriert, der Vorstand hätte die Teichfolie beschädigt. Das ist eine unredliche Diskussionsweise.]

Werden eurerseits bis zum 15.07.2026 die Messerschnitte in der Folie nicht verklebt (falls unwissend, der vorherige Vorstand kennt sicherlich das Mittel), der Teich nicht mit Wasser befüllt sowie durch Gemeinschaftsarbeit sukzessive gepflegt, gehen Mitteilungen an UBB, LV, BUND und Weser-Kurier mit dem Tenor „Werder-Kleingartenvorstand macht vorsätzlich Biotop in Grünanlage platt“. [Nach der ganzen Polemik und den vielen falschen Behauptungen folgt nun eine Drohung. Wenn die aufgeführten Verbände und Redaktionen ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen, wovon auszugehen ist, dann lösen sich die Vorwürfe in Luft auf.]

Langsam reicht vielen Pächtern diese Vereinsführung. Ihr seid nur Vorstand, keine Autokraten!! [Für wieviele Pächter:innen wird denn hier gesprochen? Beim Kaffeetrinken nach Gemeinschaftsdiensten, bei Vereinssommerfesten, bei Ehrenamtlichentreffen und auf Jahreshauptversammlungen höre ich in hohem Maße positive Äußerungen zur Arbeit des neuen Vorstands – und das auch in wohlwollender Abgrenzung zum früheren Vorstand.]

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Soviel zur Klarstellung. Nun noch ein persönliches Fazit:

Seit der Wahl des neuen Vorstands vor drei Jahren, zu der ein Großteil des früheren Vorstands aus eigener Entscheidung nicht angetreten ist, melden sich anonyme Briefeschreiber:innen zu Wort. Diese intrigieren – wie man hört – auch durch persönliche Ansprache hinter den Kulissen gegen den derzeitigen Vorstand.

Es werden falsche Behauptungen, verkürzte Darstellungen und Polemiken verbreitet. Das gipfelt nun in dem Vorwurf, der Vorstand würde sich autokratisch verhalten.

Das sehe ich als Versuch, die Tatsachen zu verdrehen.
Wer seit Jahren abtaucht, nur aus dem Hintergrund agitiert, sich nicht an demokratischen Prozessen und Angeboten wie z.B. das persönliche Gespräch, Sprechstunden oder Jahreshauptversammlungen beteiligt, vielmehr demokratisch gefällte Entscheidungen nicht akzeptiert, sondern im Nachhinein versucht, eigene Positionen durch Falschaussagen und Verleumdungen in Teilen des Vereins zu verbreiten, handelt zutiefst undemokratisch.

Ich empfehle diesen Personen, nicht weiterhin Unfrieden zu stiften, sondern aus der Deckung zu kommen und sich konstruktiv im Sinne einer guten Weiterentwicklung unseres Vereins einzubringen. Gelegenheiten gibt es genug.

Möglicherweise wird nach meiner Klarstellung demnächst hinter den Kulissen die nächste Agitationsstufe gezündet.
Ich bitte daher alle Vereinsmitglieder, keine Behauptungen leichtfertig oder gutgläubig weiterzutragen, deren Wahrheitsgehalt ihr nicht überprüft habt. Hört euch bitte auch die Positionen der Personen an, die seit Jahren auf üble Weise verleumdet werden.

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass der Vorstand und auch die vielen anderen ehrenamtlich Tätigen sich ohne ständige anonyme Drohungen und Verleumdungen zum Wohl unseres Vereins engagieren können. Diskussionen sind durchaus erwünscht – aber in fairer, konstruktiver und offener Weise.

Stefan Oelgemöller
Vereinsmitglied seit 1998
ehrenamtlich engagiert in der AG Öffentlichkeitsarbeit

Hier der anonyme Brief:

anonymer Brief, Juli 2026